Eine Brustvergrößerung macht nicht glücklicher
Dienstag, 14. April 2009 um 14:03 Uhr
schöne BrüsteEine amerikanische Studie belegt, dass Frauen, die sich einer Brustvergößerung unterzogen haben, Selbstmord begehen, als Frauen, die mit ihrem Busen zufrieden sind. Es wird aber darauf hingewiesen, dass dies nicht bedeute, dass die OP der Grund für dieses Phänomen ist. Viel eher scheint es am psychischen Zustand der Frauen zu liegen, die sich chirurgisch verschönen lassen. Viele Frauen, die sich einer Schönheitsoperation und insbesondere einer Brustvergrößerung unterziehen sind psychisch nicht besonders stabil und die Operation scheint diese nicht dauerhaft zu verbessern.

Patientinnen, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind und deshalb auch die Kosten und Risiken einer Schönheitsoperation nicht scheuen, hätten oft auch psychische Probleme. Diese werden auch nicht duch einen plastischen Eingriff behoben, vermutet Professor Joseph McLaughlin, der Autor der Studie. Laut dieser weisen Frauen, die sich einer Brustvergrößerung unterzogen haben, ein dreimal höheres Selbstmordrisiko auf. Zumindest sei die Verbesserung des psychischen Zustands nicht von Dauer. Während die Selbstmordrate zehn Jahre nach der Operation noch im Durschnitt liegt, steigt das Verhältnis nach zwanzig Jahren auf das Sechsfache an.

Das würde wiederlegen was andere Untersuchungen behaupten, dass sich Frauen nach einer Schönheitsoperation besser fühlten als zuvor. Die Studie basiert auf Daten von mehr als 2500 Frauen, die sich 1965 bis Mitte der 90er Jahre einer Brustvergrößerung unterzogen haben. Kritiker der Studie erklären, dass jeder Plastische Chirurg wisse, dass Frauen, die sich operieren lassen, häufiger Raucherinnen sind, alleine leben und sich öfter die Haare Färben, somit also der gesamte Lebensstil und die Persönlichkeit der Frau eine Rolle spiele. 

McLaughlin will die Studie dennoch als Warnsignal gesehen wissen. Frauen, die sich einer Brustvergrößerung unterziehen wollen, sollten sich zuvor einer gründlichen  psychologischen Untersuchung unterziehen. Leider funktioniere das nur in den wenigsten Fällen. "Auf den Vorschlag, der psychologischen Betreuung reagieren die meisten Patientinnen mit heftiger Abwehr" und argumentiereten, wenn sie psychische Probleme hätten, würden sie einen Psychologen und keinen Chirurgen aufsuchen.

Mehr zum Thema Brustvergrößerung und Risiken finden Sie u.a. hier: schoenheitskorrekturen.eu