Es heißt, Sonne sei gut gegen Akne. Das weiß jeder, der als Jugendlicher unter Akne gelitten hat. Meist verschwinden die Pickel schon nach wenigen Tagen. Trotzdem gibt es auch Fälle, bei denen es umgekehrt verläuft. Die so genannten Mallorca-Akne bildet Akne durch den starken Sonneneinfluss und das meistens da, wo man es am wenigsten haben möchte, nämlich im Gesicht, an Schulter und Rücken sowie im Dekolleté.
Vor allem bei Menschen, die sich in sehr bleichem Zustand der Sonne aussetzen werden von dieser Form von Akne befallen. Dabei zählt die Mallorca Akne nicht einmal zur klassischen Form von Akne denn es fehlen ihr die Eiterherde. Klar ist, dass die Sonne der Auslöser ist. Daher ist es klug auf allzu starke Sonnenstrahlen zu verzichten und lieber im Schatten zu bleiben. Was aber nur wenige wissen ist, dass auch die Sonnencreme ein Faktor sein kann. Vor allem stark fetthaltige Cremes fördern die Mallorca-Akne. Man kann diesen Umstand aber umgehen, in dem man fettarme Cremes auf Gel-Basis zum Sonnenschutz wählt. Und noch etwas bei der Wahl der Sonnencreme beachtet werden. Sie soll gegen zwei Komponenten des Sonnenlichts schützen, der UV-A und der UV-B-Strahlung. UV-B verursacht eine Schädigung der oberflächlicheren Hautschichten und kann zum Sonnenbrand führen. Die UV-A Strahlung dringt dagegen in tiefere Hautschichten ein und kann dort elastische Kollagenfasern zerstören. Das wiederum führt langfristig zu den charakteristischen Falten der sonnengebräunten Urlauber. Beide Strahlenarten beschleunigen also die Hautalterung beträchtlich. Die EU-Kommission hat gefordert, dass das Verhältnis zwischen UV-A und UV-B-Schutz mindestens 1:3 betragen soll Sparen Sie nicht mit Sonnencreme. Hautärzte fordern den Körper mit nicht weniger als 30 Milliliter einzucremen. Damit hält eine durchschnittliche 100-ml-Tube für lediglich drei Sonnenbäder. Wird weniger Creme auf die Haut aufgtetragen ist der aufgedruckte Schutz nicht gegeben. Eine Creme die mit Lichtschutzfaktor 20 versehen ist besagt, dass Sie 20-mal länger in der Sonne bleiben können, als ohne Sonnenschutz. Das Gefühl trügerischer Sicherheit kann fatale Folgen haben. In Australien wurden jahrzehntelang für Sonnencremes geworben. Die Folge war vollkommen überraschend: Die Zahl der Menschen, die am schwarzen Hautkrebs erkrankten sank nicht nur nicht, sondern stieg sogar noch an. Als Erklärung nimmt man an, dass sich die Menschen durch die Creme so sicher fühlen, dass sie vollkommen ungehemmt in der Sonne bräunen Und noch etwas: Hautkrebs ist zwar keine Kinderkrankheit, aber schon früh in der Kindheit werden die Weichen dafür gestellt. Wissenschaftler vermuten, dass das Immunsystem durch zu viel Sonne irreparabel geschädigt wird, und sich im Erwachsenenalter nicht mehr gegen den Tumor wehren kann. Daher sollten vor allem Kinder nicht der Mittagssonne ausgesetzt werden. Aber auch Erwachsene sollten sich den übermäßigen Sonnengenuß überlegen. Vom Sonnenbrand und drohendem Hautkrebs abgesehen wird die Haut einer frühen Alterung ausgesetzt. Das Meiden der Sonne ist billiger als jede Feuchtigkeitscreme und wirksamer als alle bekannten Ant-Aging Methoden für die Haut.
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